Das allseits erwartete „Packerl“ ist es nicht geworden, aber die Sensationschafften die Rodinger Handballer beim Auswärtsspiel in Rödelsee dennochnicht. Aber es war eine Art Achtungserfolg, auch wenn es am Ende mit 31:29nicht zum Sieg reichte. Dabei waren die Voraussetzungen wieder einmal alles andere als gut. Steveund Roy Müller, Michael Sigl, Sebastian Bäcker, Riad Babic, Marcel Elgetiwaren alle nicht mit dabei in Kitzingen. Tomas Voves, der während der Wochedas Training wegen einer Zerrung ausfallen ließ, meldete sich für das Spiel fit,die Hälfte der Anwesenden war dann aber auch noch erkältet.In der ersten Halbzeit entwickelte sich dann auch das erwartete Spiel. DieHausherren ließen den Ball laufen und hatten wenige Mühen, die RodingerAbwehr zu überwinden, die wie schon letzte Woche zu Hause gegenRothenburg zu wünschen übrig ließ. Auch in der Offensive tat man sich gegeneine sehr offensive Abwehr schwer, einzig Dominik Weh, der wieder imRückraum aktiv war, kam zu Möglichkeiten, die aber auch nicht allesamtgenutzt wurden. So setzten sich die Unterfranken nach einem 4:4 nach etwa10 Minuten Stück für Stück ab, nach 20 Minuten stand es dann schon 11:6,kurz darauf war Rödelsee beim 16:8 schon acht Tore in Front. Bis zur Halbzeitkonnten die TB´ler dann wenigstens noch bis auf 17:12 verkürzen.Rodings Trainer Manfred Paulus war enttäuscht von der Leistung seinerSpieler, vor allem von der Einstellung, die sie auf dem Feld zeigten. In derKabine wurde es deswegen auch laut. Vor allem forderte er positiveKörpersprache: „ihr müsst an euch glauben, Kopf hoch, ihr dürft doch Fehlermachen, aber macht irgendetwas“, so schickte er seine Spieler mit einerBrandrede in die zweite Hälfte.Und sofort änderte sich auch das Bild auf dem Feld. Sowohl im Angriff alsauch in der Abwehr war man nun aggressiver und viel engagierter. Nur dieChancenverwertung blieb noch mangelhaft, so dass Rödelsee den Vorsprungnoch eine Zeit lang hoch halten konnte (21:14, 25:20), aber nun mussten auchsie im Angriff arbeiten, die TB´ler kämpften nun, einer für den anderen, dieLücken in der Abwehr waren für die Heimmannschaft kaum mehr zu finden.Und vorne war es ein ganz anderes Spiel als in den letzten Wochen. VonKonditionsproblemen war nichts mehr zu erkennen, der Ball wurde schnelldurch die Reihe gespielt und statt ohne große Chance aufs Tor zu dreschen,wurden die Außen und Kreisspieler gesucht, gefunden und die verwertetenihre Chancen nun auch. Voves zeigte dabei wieder eine tolle Leistung undauch Korbinian Meier zeigte nun, warum ihn Paulus vor der Saison nachRoding geholt hat. Von Außen und im Gegenstoß nutzte er seineMöglichkeiten, war insgesamt vier Mal erfolgreich. Aus dem Rückraum ließenes Graßl und Weh krachen und so holte Roding Tor um Tor auf und war beim28:27 drei Minuten vor dem Ende wieder auf Tor herangekommen.Leider klappte natürlich nicht alles und gerade als man bei 28:27 wieder dieHoffnung hatte, hier eine Sensation schaffen zu können, erhöhte der Hausherrauf 29:27, zwei Rodinger Fehler später stand es 31:27 und das Spiel warentschieden. Die letzten beiden Tore gehörten dann aber dem TB, leider wares nur noch Ergebniskosmetik.Aber Paulus zeigte sich zufrieden mit der Leistung und auch den Spielern wares anzumerken, dass es wieder einmal Spaß gemacht hat, auch wenn es fürdie Punkte nicht reichte. „Aber auf der Leistung in der zweiten Halbzeitmüssen wir aufbauen, da waren wir präsent, haben gekämpft und auch vornemal das umgesetzt, was wir wollten“, so das Fazit des Trainers.Nach dem Spiel ist aber nun vor dem Spiel und schon bei der Abfahrt nachRoding gab es im Grunde nur noch den Gedanken an nächsten Sonntag, woman dann das wohl wichtigste Spiel der Saison bestreiten wird, ein wahresAbstiegsderby gegen den HC Sulzbach.Inzwischen hat sich ein Quintett gebildet, das um die beiden Abstiegsrängespielt, und „wir wollen hier so schnell wie möglich raus“. „Auf der Leistung inder zweiten Halbzeit muss aufgebaut werden, vor allem müssen wir daranglauben, dass wir noch Handball spielen können“.Statistik: Roding: Elgeti, Kienzl – Rank, Graßl (5), Geißler, Meier (4), Piroch, Svoboda(4), Voves (9/2), Weh (7), A. MüllerRödelsee: T. Demel, Th. Paul – A. Paul (7), Tonar (3/1), Chr. Häckner (1),Vogt (3), Suchy (4), F. Demel, Vitkovic (4), M. Häckner (4), Csorba (1), Piller(3), Weinhardt (1), B. Demel7m: 2/1 – 4/32min: 5 – 2 (Chr. Häckner, Suchy, M. Häckner, Piller, B. Demel – Graßl,Geißler)Spielfilm: 2:1, 4:3, 10:5, 14:7, 16:8, 17:12 – 19:13, 23:15, 25:20, 27:23, 28:27,31:27Zuschauer: 200Schiedsrichter: Enßle/Krieg (HVW/TV Mögglingen /BW)