Es war ein schwerer Niederschlag, den die Rodinger Bayernligahandballer am  Sonntag gegen einen – jetzt muss man sagen ehemaligen – Konkurrenten im  Kampf um den Abstieg einstecken mussten. Am Ende verlor man ohne viel  Gegenwehr gegen den TSV Rothenburg, der am Sonntag auch auf seinen  erfolgreichsten Torschützen verzichten musste mit 26:32. Dabei zeigte in der  zweiten Halbzeit kein Mannschaftsteil Bayernligaformat und in seinem Fazit  betonte auch Trainer Manfred Paulus, dass in der jetzigen Form der Abstieg  nicht verhindert werden könnte.  In der ersten Halbzeit sah dies noch anders aus und die Zuschauer in der  Dreifachturnhalle waren in der Halbzeitpause noch zuversichtlich, dass die  TB´ler am Ende die zwei Punkte zu Hause behalten können. Im Angriff spielte  man da noch schnell und flüssig und bis auf wenige Ausnahmen fehlerfrei;  Dominik Weh, der den fehlenden Steve Müller im Rechten Rückraum ersetzte  (ebenso musste man auf Roy Müller, Michael Sigl und Andreas Müller  verzichten) und vor allem Fabian Graßl ließen es da noch im gegnerischen  Tor krachen. Vier seiner sieben Tore machte Graßl in der Anfangsviertelstunde und er wurde dann auch in kurze Deckung genommen, was auch umgehend  das Rodinger Angriffsspiel ins Stocken brachte. Die verbleibenden TB-  Rückraumspieler kamen in der Folge mit der körperlich starken Abwehr der  Gäste nicht mehr zurecht. Dass Roding dennoch die Oberhand behielt, lag an  der ebenfalls guten Abwehr der TB´ler. In den ersten 30 Minuten störte man  die langen Rothenburger noch frühzeitig, war aggressiv am ballführenden  Spieler und ließ so nur wenige Möglichkeiten für Rothenburg. Und die  machten dann auch ihre Fehler, was der TB dieses Mal im Tempogegenstoß  auch ausnutzen konnte; Tomas Voves war hier am Sonntag fehlerfrei und  vollendete die Angriffe sicher. Auch vom 7m-Punkt nutzte er seine drei  Möglichkeiten sicher. So konnte der TB noch mit einer 16:14 Halbzeitführung  in die Pause gehen. Auch zu Beginn von Halbzeit Zwei sah das Rodinger Spiel noch gut aus; vier  Angriffe in Folge erspielte man sich Hundertprozentige Chancen, die aber  allesamt nicht genutzt wurden, bzw. vom erneut guten Andreas Amann im  Rothenburger Gehäuse entschärft werden konnten. Dann war der Faden  gerissen.  Zum 18:18 schafften die Gäste den Ausgleich und dann ließen sich  die Rodinger teilweise vorführen.  Bis zur 50. Minute gelang nur noch ein Tor,  ideenlos und ohne Druck spielte man in der Offensive und in der Defensive  ließ man die Rückraumschützen der Mittelfranken nun ohne Gegenwehr  agieren; auch ohne Hannes Kölle ließen die es nun krachen und auch  Matthias Elgeti im Rodinger Tor war da chancenlos. Augenscheinlich fehlte  den Rodingern in dieser Phase die Kondition, kein Wunder wenn man seit  einer durchaus guten Vorbereitung für diese Saison, nur noch eingeschränkt  trainieren kann, sei es durch Verletzungen oder berufliche Verhinderung. Aber auch kämpferisch ließ die Leistung am Sonntag zu wünschen übrig. Nur  eine Zeitstrafe in einem Bayernligaspiel ist im Abstiegskampf eigentlich zu  wenig. „Da muss man den Gegner auch mal zeigen, dass man die Liga halten  will, auch das haben wir heute vermissen lassen“, war nicht nur das Fazit von  Trainer Paulus. Sang- und klanglos ergab man sich am Ende in eine deutliche  und verdiente Niederlage, die eins sehr deutlich macht: wenn sich nicht bald  sehr viel ändert, wird man die Liga nicht halten können.  Nächsten Samstag in Rödelsee kommt es noch nicht darauf an, die nächsten  beiden Spiele zu Hause gegen Sulzbach und Winkelhaid kommt es aber dann zu absoluten Abstiegsderbys, die den Weg weisen werden – so oder so.  Statistik: Roding: Elgeti, Kienzl – Rank, Graßl (7), Meier (2), Piroch (2), Geißler, M. Elgeti, Svoboda, Weh (6), Voves (9/3), Bäcker Rothenburg: Amann, Resler – Hofmann (2), Ehrlinger, Ladygin (9/2), Wittmann (7), Farr, Schubart (2), Ulics (5), Pfingstgräf (7) 7m: 3/3 – 2/2 2min: 1-0 (Svoboda - ) Zuschauer: 200 Spielfilm:2:3, 3:5, 7:5, 9:10, 12:11, 15:13, 16:14 – 17:16, 18:19, 19:26, 22:27, 24:31, 26:32 Schiedsrichter: Novakovic/Schwer (TSV Ismaning)