Gleich nach Spielende war die Freude bei den Rodinger Handballer nochverhalten, es dauerte ein paar Minuten, bis sie den 31:27 Sieg im Derbygegen den HC Sulzbach richtig genießen konnten. Das Oberpfalzderby wardas erwartet stimmungsvolle, intensiv geführte Spiel, das aber auch vieleNerven kostete.Roding legte vor den gut 450 Zuschauern einen Blitzstart hin, über 3:0 bautensie die Führung bis zur 8. Minute auf 6:1 aus. Sulzbach wehrte sich aber undkonnte zum 7:5 verkürzen. Ab diesem Zeitpunkt blieb das Spiel eng undspannend. Die TB´ler waren immer zwei, drei Tore in Front, sie schafften esaber nicht, sich weiter abzusetzen. „Wir haben immer wieder zu ungeduldiggespielt, haben uns dann unmögliche Würfe genommen“, bedauerte RodingsTrainer Manfred Paulus, dass es sein Team so spannend machte. Wenigstensdie Hundertprozentigen saßen am Sonntag, bis auf zwei Ausnahmen warauch Tomas Voves vom 7m Punkt sicher und auch sonst zeigte er wiedereinmal eine tolle Leistung. Einen guten Einstand zeigte auch RodingsNeuzugang Janis Gremzde. „Man sah natürlich, dass noch die Bindung zurMannschaft fehlte, ein bisschen nervös war er bei seinem ersten Spiel für unsauch noch, aber seine fünf Tore waren heute natürlich mitentscheidend fürden Sieg“, lobte Paulus seinen Neuen.In die Pause ging man dann mit einem 15:12 Vorsprung. Auch nach demWechsel änderte sich nicht viel. Beide Teams machten ihre Fehler, beidenTeams merkte man an, dass sehr viel auf dem Spiel stand. Das Heimteamswar augenscheinlich die bessere Mannschaft, spielte aber auch sehr nervösund je länger das Spiel auf der Kippe stand, desto aufgeregter agierte man,desto angespannter wurde auch die Stimmung auf der Tribüne. Nach gut 40 Minuten konnte der TB den Vorsprung auf vier Tore ausbauenund diesen bis zum 27:23 auch halten. Dennoch blieb es dramatisch. Rodingfehlten am Sonntag die leichten Tore aus dem Rückraum, was einerseits ander aufopferungsvollen Abwehrarbeit des Gegners lag, der weder SteveMüller noch Fabian Graßl viel Platz ließen, dennoch waren die beiden vierbzw. fünf Mal erfolgreich. „Bei Steve merkt man einfach, dass er diese Wochezum ersten Mal seit Oktober wieder im Training war, der Alte kann er daeinfach noch nicht sein“, so Paulus. Sulzbach holte auf und schaffte beim28:27 sogar den Anschluss. „Wir haben das ganze Spiel gekämpft, jeder fürjeden, die tolle Mannschaftsleistung war heute entscheidend“, meinte nachdem Spiel Fabian Graßl. Das war dann auch maßgebend, dass man dasSpiel am Ende noch klar für sich entscheiden konnte. Anders als in vorhergehenden Spielen gab man sich nicht auf; aus demRückraum traf Dominik Weh zum 29:27, im nächsten Angriff war es derstarke Roy Müller, der nach 45 Minuten Matthias Elgeti – ebenfalls mit einerguten Leistung – ersetzte, der den Gegenstoß einleitete, den Voves zum30:27 verwandelte. Weitere zwei Mal konnte Müller die Sulzbacher Würfeentschärfen, bevor Tomas Voves dann mit einem Kempator dann das finale31:27 gelang. Am Sonntag hat man gesehen, dass man nach einer Negativserie dasSiegen auch wieder erlernen muss; aber man hat jetzt den ersten Schritt imAbstiegskampf gemacht. Der zweite muss nun nächsten Samstag inWinkelhaid folgen.Statistik:TB Roding: R. Müller, Elgeti – Rank (1), Graßl (5), Meier, Gremzde (5), A.Müller, Piroch (1), M. Elgeti, Weh (4), Voves (11/6), S. Müller (4), Geißler,BabicHC Sulzbach: von Borstel, Voitech – Smolik (3), Kaspar (5), Wertmiller,Meyer (3/1), Ströhl (4), Krizek (3), Waitz (1), Englhard, Blödt, Braun (2),Forster (5), Ott7m: 8/6 – 4/2 2min: 2 – 4 (Graßl, Gremzde – 2x Krizek, Blödt, Braun)Torfolge: 3:0, 6:1, 7:5, 11:6, 14:9, 15:12 – 17:14, 20:17, 23:19, 26:22, 28:27,31:27Zuschauer: 450Schiedsrichter: Daniel Langner/Thomas Müller (Weitramsdorf/Ansbach)